Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) Pillnitz

Das Objekt „Funktions- und Werkstattgebäude“ der sächsischen Landesanstalt für Landwirtschaft befindet sich inmitten des ehem. UNESCO-Weltkulturerbes Kulturlandschaft „Elbtal Dresden“ in Pillnitz.

AuftraggeberSIB NL Dresden I

Entsprechend den zwei grundsätzlich verschiedenen Raumanforderungen in Bezug auf die technische Ausstattung und Oberflächenbeschaffenheit der Wände und Böden, liegt dem Entwurf die Idee der Zweiteilung des Gebäudes zu Grunde. Mit einer sich städtebaulich zurücknehmenden Gesamtgebäudekubatur wird damit auf die sensible Lage des Grundstückes eingegangen.

Sämtliche Räume, die direkt von außen befahrbar sein müssen sowie nur geringfügig beheizt werden sollen, sind in einem langgestreckten eingeschossigen Gebäuderiegel zusammengefasst. Dieser Baukörper schafft zusätzlich einen Hof für die Maschinen- und Traktorenpflege. Werkstatträume sowie Umkleide- und Sanitärräume, Labor- und Unterweisungsräume wurden in einem kompakten zweigeschossigen Gebäudeteil untergebracht. Das Erschließungsfoyer ist als Spange zwischen beiden Gebäudeteilen eingeschoben. Es orientiert sich zur Haupterschließungsachse des Geländes und reagiert damit unmittelbar auf die bestehenden Wegebeziehungen.

Die beiden Gebäudeteile zeigen sich auch in ihrer äußeren Gestalt unterschiedlich, wobei grundsätzlich ein rauer Werkstattcharakter angestrebt wurde. Dies gestaltet sich in der Außenfassade durch Industriesichtbeton als wirtschaftliche Fertigteil-Sandwich-Konstruktion mit Kerndämmung und angeformter Attika. An dem eingeschossigen Baukörper wurde der Sichtbeton rhythmisch durch Fugenteilungen strukturiert und die Naturfarbigkeit belassen, was eine gewisse „Bodenhaftung“ und „Schwere“ vermittelt. Dieser massiven und eher statischen Erscheinung steht der höhere Gebäudeteil entgegen, welcher sich teilweise über den langgestreckten flachen Riegel schiebt. Die naturbelassene Lärchenlamellenverkleidung bietet die Möglichkeit einer Fassadenbegrünung, bekommt dadurch eine landschaftsbezogene Betonung.

Fotos © Lothar Sprenger

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